Was bedeutet „Open Access“ und wie stehen PREMIUM-NETZ und seine Ausbaupartner dazu? Drucken
Als möglicher Lösungsansatz für einen effizienteren Glasfaserausbau wird häufig „Open Access“ genannt. Dabei stellt ein Netzbetreiber seine Infrastruktur anderen Anbietern zu fairen, transparenten und diskriminierungsfreien Bedingungen zur Verfügung. So können mehrere Unternehmen ihre Produkte über dasselbe Netz vermarkten, ohne parallel bauen zu müssen. Grundsätzlich ist das ein sinnvoller Ansatz, wenn die Rahmenbedingungen klar definiert und für alle Marktteilnehmer verbindlich sind.
Ein zentraler Punkt sind harmonisierte technische Standards. Glasfaser ist nicht gleich Glasfaser: Netzarchitektur, Übergabepunkte, aktive Technik, Schnittstellen und IT-Systeme müssen kompatibel sein, damit Anbieter reibungslos auf fremden Netzen arbeiten können. Auch Prozesse wie Entstörung, Wartung, Kundenwechsel oder Bereitstellung müssen einheitlich geregelt sein. Ohne standardisierte technische und operative Vorgaben entstehen komplexe Einzelvereinbarungen, hoher Abstimmungsaufwand und im Zweifel Verzögerungen – genau das Gegenteil dessen, was mit Open Access eigentlich erreicht werden soll.
PREMIUM-NETZ befürwortet Open Access-Netzwerke, ebenso wie unsere Ausbaupartner, die mit ihren Glasfasernetzen ebenfalls diesen Gedanken verfolgen. Ob andere Unternehmen diese Netze nutzen möchten, liegt im Ermessen des jeweiligen Telekommunikationsanbieters. Dabei spielen neben den technischen Aspekten wirtschaftliche Dimensionen eine große Rolle.
Geändert am: Mo, 16 Feb, 2026 um 3:53 NACHMITTAGS
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